Stressmodell

Um traumatisierten Klient/-innen aufzuzeigen, wie schnell die Ausschüttung von Stresshormonen ihre Fähigkeit klar zu denken oder zu handeln einschränkt, habe ich dieses Modell 2002 entwickelt. Je öfter ein Kind traumatischen Erfahrungen ausgesetzt war, desto schneller reagiert sein Organismus, weil sich die synaptischen Verbindungen verstärken und verbinden (neurons that fire together, wire together D. Hebb).

Schädliche Konditionierungen (Langzeitsensitivierung)

„Im Zellkern der sensorischen Neurone werden bestimmte Gene aktiviert. Diese bewirken, dass die Anzahl präsynaptischer Endigungen der sensorischen Neurone sich um das Doppelte erhöhen. Gleichzeitig stellen sich die motorischen Neuronen auf die erhöhte Signalwirkung ein, indem sie ihre Dendriten sprossen lassen und damit die Kontaktmöglichkeiten für die Ausbildung neuer synaptischer Koppelungen optimieren“ (Deneke). Die Folge davon ist, dass ein minimer Stimulus (Trigger), der mit der traumatischen Erfahrung verbunden ist aussreicht, um in Bruchteilen von Sekunden den betroffenen Menschen in Panik zu versetzen, bis zur Erstarrung und / oder Sprachlosigkeit.