Wirkfaktoren von IEET®

  • Wir sind „nur“, was wir erfahren haben. Was wir nicht erfahren haben, können wir nicht "abrufen". Das Gehirn kann nur auf das zurück greifen, was es im Laufe des Lebens gespeichert hat.
  • Wenn etwas in der Gegenwart etwas passiert, was das Gehirn kennt, dann ordnet das limbische System das blitzschnell und unbewusst in die Schublade der „alten gemachten Erfahrungen“ ein. Erfahrungsabhängige neuronale Netzwerke werden aktiviert.
  • Eine wichtige Rolle spielen gemachte Beziehungs- und Bindungserfahrungen und die daraus resultierenden Skriptüberzeugungen oder Glaubenssätze.
  • Es gibt eine physiologische Ebene von Stress, eine emotionale Ebene von Stress und die kognitive Ebene von Stess. IEET hat zum Ziel, den Stress auf allen Ebenen aufzulösen.
  • Physiologische Ebene von Stress: Ausschüttung von Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol etc. Je nach „Zusammensetzung dieses hormonalen Cocktails“ empfinden wir Angst, Wut, Ärger, Trauer Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit bis Resignation. (Damasio: Emotionen sind eine Situationseinschätzung des Organismus). Diese manchmal „überflutenden Emotionen“ sind neuronal mit bestimmten Gedankenmustern verbunden, die ebenfalls abgerufen werden.
  • Emotionale Ebene: Klopfen bewirkt eine Veränderung im Transmittergeschehen durch Störung des alten emotionalen Musters. Die emotionale Antwort (Erklärung der Zusammenhänge und Verständnis für die Klientin) der Therapeutin auf die Not der Klientin ermöglicht eine neue Beziehungserfahrung.
  • Kognitive Ebene: Die angemessene Einordnung des Stresses durch die Therapeutin, die Benennung der alten Realität mit den dazugehörenden Gefühlen in die richtige Zeit und an den richtigen Ort, schaffen neue Gedankenmuster, die der aktuellen Realität entsprechen und die in einem „berührenden Setting“ auch verinnerlicht, das heisst neuronal abgespeichert werden. (Ausschüttung von Dopamin, wenn etwas unter die Haut geht!)
  • Da Skriptüberzeugungen oder Glaubenssätze Schlussfolgerungen des Kindes sind, die im direkten Zusammenhang mit den erfahrenen Bindungs- und Beziehungsmustern zu seinen engsten Bezugspersonen stehen, reicht es nicht, sie „nur“ mit Klopfen zu behandeln. Es braucht dazu die neue Erfahrung, dass Menschen heute anders und besser mit ihm umgehen, um tatsächlich eine tief gehende Veränderung zu erreichen. Neue Einordnung, die nur glaubwürdig ist, wenn wir einen sehr achtsamen und liebevollen Umgang mit den Klienten pflegen.
  • Was nicht "installiert" ist, muss zuerst neu installiert und dann vernetzt werden!